Steckbrief:

 

Name:  Rütten
Vorname: Hubert
Alter: 59 Jahre (Stand: 2014)

                    

 

Zu meinem Hobby Familienforschung kam ich durch einen Zufall.

 

Im Jahr 1984 fragte mich ein niederländischer Kollege, ob ich am Familientreffen der Familie Rutten teilgenommen hätte. Nein, das hatte ich nicht!

 

Der Kollege, Herr Muijters, brachte mir einige Tage später einen Zeitungsartikel über ein Familientreffen der Familie Rutten – Rütten in dem belgischen Ort Geistingen (Provinz Limburg) mit. Die Teilnehmer an diesem Treffen kamen aus Belgien, den Niederlanden und auch aus Deutschland. Sie waren alle miteinander verwandt. Jetzt war mein Interesse geweckt und ich wollte herausfinden, ob ich nicht auch mit dieser Familie Rutten – Rütten verwandt sei.

 

Ich schrieb einen Brief an den Veranstalter des Treffens, Herrn Willy Rutten, mit der Bitte um nähere Auskünfte. Nach einigen Wochen erhielt ich einen freundlichen Brief von dem belgischen Parlamentsabgeordneten Matthias Rutten. Diesem Brief war eine Broschüre mit Informationen über das Familientreffen und eine Nachkommenaufstellung des Jacob Rutten aus Kessenich in Belgien beigefügt. Auf dem Titelblatt der Broschüre war ein Wappen der Familie Rutten aufgedruckt.

 

Ich war sehr beeindruckt. Eigentlich hatte ich schon immer geahnt, dass meine Vorfahren etwas ganz Besonderes waren, Ritter, reiche Kaufleute oder etwas in der Art. Bisher jedoch rekrutieren sich meine Vorfahren aus Landwirten, Tagelöhnern, Zimmerleuten, Händlern, Töpfern u.ä. und das ist auch gut so. Von Wappen und Adel habe ich mich dann auch verabschiedet, der Genealogie bin ich treu geblieben.

 

Am Anfang meiner Suche nach Vorfahren geriet ich unvermutet in Schwierigkeiten. Innerhalb der Familie teilte niemand mein Interesse für Familienforschung. Die Großeltern waren leider schon verstorben. Meine Eltern konnten mir keine Auskunft über ihre Großeltern geben. Onkel und Tanten leider auch nicht. Erst das Familienstammbuch meiner Eltern gab verwertbare Auskünfte. Dem Stammbuch konnte ich die Nummern und das Datum der Heiratsurkunden meiner Großeltern entnehmen. Diese Heiratsurkunden waren die ersten Bausteine meiner Forschungen.

 

Als nächstes musste ich feststellen, dass die meisten Standesämter meinem Interesse an amtlichen Urkunden nicht sehr euphorisch begegneten. Der Datenschutz, mit Sicherheit sehr wichtig, züchtet mitunter merkwürdige Stilblüten. Beim Personenstandarchiv in Brühl gab es (im Gegensatz zu heute) auch schwere Zeiten. Dem standen dann aber auch sehr positive Erlebnisse, z.B. beim Rijksarchiv in Maastricht oder beim Gemeentearchiv in Sittard, gegenüber.

 

Trotz einiger Rückschläge und Hindernisse blieb ich „am Ball“. Ja es war schon begeisternd alte Kirchenbuch- oder Standesamteintragungen im Original erfassen zu können. Bei manchen Eintragungen konnte man feststellen (Unterstreichungen und Randvermerke), dass sich bereits vorher jemand mit ihnen beschäftigt hatte. So begrüßenswert und vorteilhaft die Kirchenbuch- und Standesamtverkartungen sind, ich bin froh das sie zu Anfang meiner Suche noch nicht im größeren Umfang vorhanden waren.

 

Wer Familienforschung betreibt, sollte sich nicht allein auf das Sammeln von Namen und personenbezogenen Daten beschränken, sondern versuchen möglichst viel von den Lebensumständen seiner Vorfahren zu erfahren.

 

Geographisch hielten sich die Angehörigen meiner Familie zwischen den Flüssen Maas und Rhein auf. Speziell im Umkreis des Städtchens Gangelt. Auf alten Landkarten wird dieses Gebiet entlang des Rodebaches auch „die lange Armut“ genannt. Manche meiner Vorfahren waren so arm, dass sie den Boden unter ihren Füßen, nämlich den weißen Sand, mit dem Schubkarren über Land transportierten und zu verschiedenen Zwecken verkauften.

 

 Ich habe meiner Homepage  einen Listenauszug mit Personen aus meinem Ahnenforschungsprogramm (Pro- Gen) beigefügt. Aus Datenschutzgründen sind nur Personen aufgeführt, die vor 1922 geboren und gestorben sind.

 

Eine Namensliste , Heiraten 1730 - 1817, aus dem Kirchenbuch der kath. Pfarre Sankt Severinus Wehr (52538 Selfkant) ist ebenfalls einsehbar. Die Einträge habe ich aus Ablichtungen des Kirchenbuches entnommen. Diese Ablichtungen waren zum Teil schlecht lesbar und es sind sicherlich fehlerhafte Einträge feststellbar. Ich habe leider niemanden dazu überreden können Korrektur zu lesen. Ach, Josef T. aus S. ich habe so auf Dich gehofft.

 

Zum Schluss bitte ich die Besucher meiner Homepage um regen Informationsaustausch und konstruktive Kritik.

 

Hubert Rütten

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